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Wasserdesinfektion

Wasserdesinfektion


Die Wasserdesinfektion stellt eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Dabei geht es nicht nur um die Trinkwasserdesinfektion, sondern auch die Desinfektion von Brauchwasser und Produktwasser in industriellen Anwendungen, Kühlwasser, sowie Schwimmbadwasser. ProMinent bietet seinen Kunden den Vorteil, alle gängigen Desinfektionsmethoden aus einer Hand anbieten zu können.

Zur Gewinnung von Trinkwasser dient oftmals bakteriologisch nicht einwandfreies Rohwasser wie z.B. Oberflächenwasser oder Uferfiltrat, hier ist eine Wasserdesinfektion unumgänglich. Die Desinfektion von Produktionswasser ist bei vielen industriellen Anwendungen, wie in der Lebensmittelindustrie oder der Pharmazie, heute selbstverständlich. Auch hat sich eine Desinfektion von Wasser, das im Kreislauf geführt wird, wie Kühl- oder Klimawasser, als vorteilhaft und oftmal sogar unumgänglich erwiesen. Insbesondere das Infektionsrisiko durch Anwesenheit von Legionellen in Warm- und Kühlwasserkreisläufen ist in den letzten Jahren vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten.

Für die Desinfektion der verschiedenene Wässer stehen eine Reihe von Verfahren und Technologien zur Verfügung, jede mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen. Welche Methode für den jeweiligen Anwendungsfall die richtige ist, hängt von vielen Randparametern ab. Hört sich kompliziert an? Keine Sorge. ProMinent bietet ein breites Portfolio an Technologien zur Wasserdesinfektion an. Somit können unsere Spezialisten das für Ihre spezifischen Bedürfnisse optimale Verfahren ermitteln. Oftmals ist auch eine Kombination verschiedener Technolgien am besten geeignet, Ihre Anforderungen an die Wasserdesinfektion so effektiv und kosteneffizient wie möglich zu erfüllen.

Nachfolgend eine Übersicht der Verfahren zur Wasserdesinfektion:

Chlorung

Bei der Chlorung wird dem Wasser Chlorgas bzw. Natrium- oder Kalziumhypochlorit zugegeben. Die erforderliche Menge richtet sich nach der Chlorzehrung des Wassers und den Desinfektionsanforderungen. Auch ist eine Reaktionszeit von mindestens 20 min zur sicheren Wasserdesinfektion erforderlich. Die Wirksamkeit der Chlorung ist extrem abhängig vom pH Wert des Wassers. Insbesondere bei organisch belasteten Wässern kann es durch Wasserdesinfektion mittels Chlorung zu Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen sowie zur Bildung von unerwünschten Reaktionsprodukten wie Chlorkohlenwasserstoffen kommen. Die Verhinderung der Wiederverkeimung durch den Chlorüberschuss wird meist überschätzt, da durch die unausweichliche Chlorzehrung im Versorgungsnetz schnell keine ausreichende Chlorkonzentration mehr vorhanden ist. Chlorung ist die am häufigsten eingesetzte Desinfektionsmethode und wird in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen zur Wasserdesinfektion eingesetzt.

Chlordioxid

Chlordioxid ist ein Mittel zur Wasserdesinfektion, das aufgrund seiner vielen Vorteile in immer mehr Applikationen Chlor ersetzt. Seine Wirkung ist stärker und vor allem vom pH Wert des Wassers unabhängig. Aufgrund seiner Chemie erzeugt es keine chlorierten Nebenprodukte. Die größere Halbwertszeit erzeugt eine bessere Depotwirkung im behandelten Wasser. Bemerkenswert ist, dass Chlordioxid im Gegensatz zu Chlor Biofilme in Leitungen und Behältern abbaut und somit den Befall mit Legionellen unmöglich macht. Chlordioxid hat seine Vorteile als Mittel zur Wasserdesinfektion bereits in einem sehr breiten Feld von Anwendungen bewiesen, unter anderem in der Aufbereitung von Trinkwasser, der Bekämpfung von Legionellen, der Behandlung von Produkt- und Brauchwasser in der Getränke- und Lebensmittelindustrie, der Behandlung von Kühlwasser sowie der Behandlung von Abwasser.

Ozonierung

Ozon ist das stärkste Oxidation- und Desinfektionsmittel, das in der Wasseraufbereitung eingesetzt werden kann. Sein größter Vorteil besteht darin, dass es keine unerwünschten Nebenprodukte erzeugt und dabei selbst zu Sauerstoff zerfällt. Sein Nachteil besteht in der kurzen Halbwertszeit und der schlechten Löslichkeit in Wasser. Zunehmender  Beliebtheit erfreut sich Ozon bei der Desinfektion von Tafelwasser sowie bei der Desinfektion von Produktions- und Spülwässern in der Getränke-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Weitere klassische Anwendungen liegen in der Behandlung von Trinkwasser, Schwimmbadwasser und Zoos sowie in Kühlkreisläufen.

Ultraviolettdesinfektion

Bei der Ultraviolettdesinfektion wird das zu desinfizierende Wasser mit kurzwelligem Ultraviolettlicht bestrahlt. Dadurch wird eine sichere Keimabtötung erreicht, ohne die Beschaffenheit des Wassers zu verändern. Eingesetzt wird die UV-Desinfektion unter anderem bei der Behandlung von Trinkwasser und Abwasser, sowie bei der Behandlung von Produkt- und Produktionswasser in der Industrie.

Silberdosierung

Bei der Silberdosierung werden dem zu desinfizierenden Wasser Silberionen in einer Konzentration von 0,05 bis 0,1 mg/l zugesetzt. Die Silberionen wirken keimtötend (Oligodynamie), jedoch sind die genauen Zusammenhänge nicht bekannt. Die erforderliche Einwirkzeit beträgt mehrere Stunden. Das Verfahren dient heutzutage im wesentlichen nur noch zur Trinkwasserdesinfektion auf Schiffen oder zur Notversorgung in Katastrophenfällen.

Sterilfiltration

Die Sterilfiltration wird aufgrund ihrer hohen Kosten hauptsächlich in der Medizin und Pharmazie angewandt. Dazu werden Ultrafiltrationsmembranen mit Porenweiten < 0,5 µm benutzt, die in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden müssen. Einfache Ultrafilter werden auch in kleinen Trinkwasserfiltern für den häuslichen Bereich eingesetzt. Es besteht jedoch immer die Gefahr, dass Keime die Filter durchwachsen. Auch eine Silberung des Filters bietet auf Dauer gesehen keine Sicherheit gegen das Durchwachsen der Keime.

Thermische Wasserdesinfektion

Die thermische Wasserdesinfektion ist sicher und unabhängig von der Wasserqualität. Aufgrund des hohen Energiebedarfs und der damit verbundenen Kosten, das Wasser auf mindestens 75 °C zu erhitzen, wird die thermische Wasserdesinfektion hauptsächlich bei der Bekämpfung von Legionellen in Warmwassersystemen, zur Leitungsdesinfektion in der Pharmazie und in der Lebensmittelindustrie sowie zur Desinfektion des Abwassers aus mikrobiologischen Labors und aus kritischen Bereichen von Kliniken angewandt.

Langsamsandfiltration

Bei der Langsamsandfiltration mit Filtergeschwindigkeiten von ca. 0,1 m/h wird eine deutliche Reduktion der Keimzahlen erzielt. Anwendung findet das Verfahren vor allem in der Behandlung von Abwasser und Trinkwasser. Aufgrund der großen erforderlichen Filterfläche sowie der aufwendigen Wartung der Filteranlage kommen Langsamsandfilter in der Aufbereitung von Trinkwasser allerdings immer seltener zum Einsatz. Bei problematischen Rohwässern ist meist noch eine zusätzliche Wasserdesinfektion erforderlich.

 

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