Als Ergänzung zur konventionellen Desinfektion von Schwimmbadwasser mit Chlor bieten sich noch Desinfektions- bzw. Oxidationsstufen mittels UV-Licht und Ozon an. UV- Anlagen sowie Ozonanlagen können schwierige Rahmenbedingungen in den Griff bekommen oder den Einsatz von Chlorbleichlauge zur Desinfektion von Schwimmbadwasser auf ein Minimum reduzieren.
Durch den Einsatz der Zusatzaufbereitungsstufen werden Reaktionsnebenprodukte abgebaut. Die Sollwerte des Desinfektionsproduktes können minimiert werden, Geruchsbelästigungen oder die Entstehung von THM's werden beseitigt, der Badegenuss wird erhöht.
UV-Licht
UV-Licht entfernt gebundenes Chlor aus dem Schwimmbadwasser. Damit sind UV-Anlagen die ideale Lösung zur Einhaltung von Grenzwerten für gebundenes Chlor. Sie lassen sich leicht nachrüsten, können einfach in die Leitung montiert werden und benötigen nur wenig Platz. Beständigkeitsprobleme können nicht auftreten. Trotz einer Verbesserung der mikrobiologischen Wasserqualität ist der Einsatz eines Desinfektionsmittels mit Depotwirkung (Chlor) anschließend unerläßlich.
Ozon
Um den typischen Hallenbadgeruch zu vermeiden, lassen sich Chloramine und Trübstoffe mit Ozon oxidieren. Das steigert die Klarheit des Schwimmbadwassers, chemische Nebenprodukte entstehen dabei nicht. Die Oxidationskraft von Ozon reicht für das gesamte Spektrum der Wasserinhaltsstoffe aus und erzielt in Kombination mit Aktivkohle Endergebnisse für den höchsten Anspruch!
Gemäß DIN 19643 darf bei der Aufbereitung von Schwimmbadwasser mittels Ozon der Belastungsfaktor k (Quotient aus Nennbelastung und Volumenstrom) um 20% höher liegen als bei konventionellen Aufbereitungsverfahren. Damit kann eine kleinere Umwälzpumpe, ein kleinerer Filter und evtl. ein geringerer Rohrdurchmesser gewählt werden. Das verringerte neben den Investitionskosten auch die Betriebskosten. Die geringere Umwälzung vermindert die elektrische Aufnahmeleistung der Umwälzpumpe, die verminderte Filtergröße verringert die Rückspülwassermengen (Wasserkosten und Energiekosten des aufzuheizenden Nachspeisewassers) und die geringere Rückspüldauer bedeutet ebenfalls verringerte Betriebskosten.
In Therapiebädern (Behindertenheime, Krankenhäuser, usw.), wo die Anforderungen an die Wasserhygiene und -Qualität besonders hoch sind, ist die Wasseraufbereitung mittels Ozon vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich bei Betreibern von Therapiebädern! Sie werden die Auskunft bekommen, dass die grundsätzlichen Probleme von THM's und gebundenem Chlor nie Thema waren und sein werden. |